Sie
wissen selbst am Besten, was für Sie interessant ist: Fragen über
unsere Erfahrungen mit dem Border Terrier beantworten wir hier gerne für
alle Interessierten!
Bitte
schicken Sie uns Ihre Fragen
,
wir werden sie nach Absprache hier veröffentlichen und beantworten.
So
soll diese Seite dem Betrachter möglichst gerecht werden.
- Büchertipp: Thomas Baumann: "Was
Hündchen nicht lernt", hier
erhältlich oder im Buchhandel
ohne dieses Buch fehlt wirklich
was!
- Büchertipp: Thomas Baumann- "Damit
wir uns verstehen", hier
erhältlich oder im Buchhandel
Die Erziehung des Familienhundes, Baumann-Mühle-Verlag
- Wie verhält es sich mit dem
Jagdtrieb, kann man den Border Terrier so erziehen, daß er ohne Probleme
im Wald frei laufen kann?
Die gleiche Frage stellten auch wir einem
erfahrenen Züchter, bevor wir uns für einen Border Terrier entschieden
haben. Da unsere Hunde am Pferd mitlaufen, ist das ganz wichtig für
uns! Wir bekamen damals die Antwort, die auch auf unsere Swantje sowie Alpha voll und
ganz zutrifft: Der Border ist leicht genug erziehbar, dass er bei der nötigen
Konsequenz keine Probleme mit unerwünschtem Jagen macht. Allerdings
haben wir auch schon Border Terrier in Anfängerhänden gesehen,
die ohne Hemmungen auf Kaninchenjagd gehen. Fazit: Als Jagdhund bedarf es
einer gewissen Erziehung-in halbwegs erfahrenen Händen sollte es solche
Probleme nicht geben.
Unsere Hunde gehen auch dann nicht jagen, wenn
Rehe, Hasen oder Wildschweine direkt vor uns den Weg kreuzen.
- Kann der Border Terrier im Garten ohne
Zaun sein, ohne auszubüchsen?
Nein
- Welche gesundheitlichen Untersuchungen
werden beim Border Terrier gemacht, bevor er eine Zuchtzulassung des KfT
bekommt?
Border Terrier mußten bis 2008 eine Untersuchung auf Patellaluxation
nachweisen können, bevor sie eine Zuchtzulassung bekamen. Mit Befund
PL2 und schlechter wurden sie nicht zugelassen. Diese Untersuchung ist derzeit
keine Pflichtuntersuchung mehr. Swantje sowie von uns ausgewählte Deckrüden haben den bestmöglichen Befund 0 .
- Wie alt werden Border Terrier, hat die
Rasse bestimmte gesundheitliche Probleme?
Border Terrier werden oft
kerngesund 15 Jahre und älter. Da sie noch keine Modehunde sind, die
wahllos vermehrt werden, ist es eine sehr gesunde, robuste Rasse. Dies ist
auch ein wesentlicher Grund, weshalb wir sie so lieben. Wir wünschen
den Bordern, dass es so bleibt und sehen hier unsere wichtigste Aufgabe
als Züchter. So ist uns kaum ein Weg zu weit um zum auserwählten
Deckrüden zu fahren.
- Welche Ähnlichkeiten hat der Border
mit dem Zwergschnauzer?
Swantje
hat eine Zwergschnauzerfreundin! Die beiden verstehen sich sehr gut und
sind sich in vielen Dingen auch recht ähnlich. Die Schnauzerfreundin
hat zeitweise einen noch "eigeneren" Kopf als unsere Swantje,
so dass ich vermute, daß der Border Terrier doch etwas leichter zu
erziehen ist als der Zwergschnauzer. Ebenso ist mir aufgefallen, daß
der Border Terrier oft robuster auf widrige Umwelteinflüsse (Kälte,
Nässe, Regen) reagiert. Beide Rassen vertragen allerdings keine
zu große Härte in der Erziehung.
- Ist der Border Terrier für die Fährtenarbeit
geeignet?
Als absoluter Arbeitshund ist er auch für die Arbeit
an der Fährte bestens geeignet, die Nase ist super und ganz besonders
auch das Konzentrationsvermögen!
- Stimmt es, dass Welpen mit 8 Wochen zu
ihrem neuen Besitzer kommen sollen, weil sonst die "Prägungsphase"
verpasst wird?
Zur Erklärung vorab : Die Prägungsphase
beginnt, wenn die Sinnesleistungen voll entwickelt sind, also etwa mit 4
Wochen und dauert etwa bis zum Alter von 7 Wochen. In dieser Zeit soll der
Welpe mit möglichst verschiedenen Wahrnehmungen konfrontiert werden,
um die Verarbeitung von solchen verschiedenen Eindrücken zu lernen.
Von der 8. bis 12. Woche befindet sich der Welpe in der Sozialisierungsphase.
Hier
beginnt bereits die Erziehung, die Welpen machen untereinander ihre Rangordnung
immer wieder neu aus. Erwachsene Hunde sind sehr wertvolle Erziehungshelfer
und sollten möglichst oft zur Verfügung stehen- nicht nur die
Mama!
Hier müssen dem Welpen auch vom Menschen schon Grenzen aufgezeigt
werden. Falsche Behandlung in dieser hochsensiblen Zeit wirkt allerdings
in der Hundeseele ein Leben lang nach.
Von Geburt an werden alle
Welpen von uns gleichermassen ausgiebig Anfangs mit Kuschelstunden
und später immer mehr auch mit Spielstunden versorgt. Das können
wir leisten, weil wir 2 (phasenweise 3 ) hundeverrückte Erwachsene
sind und nur 1 Wurf aufzuziehen haben. Sehr gut können wir die positiven
Auswirkungen dieser Zuwendung täglich beobachten.
Ab der 6. Woche
traut sich auch "Tante Evi" , die zu uns gehört, mit den
Kleinen zu spielen. Die Welpen sind ganz verrückt nach ihr. Ebenso
dürfen ab der 4. Woche auch andere eng befreundete Hunde die Welpen
besuchen, was auch eine schöne Erfahrung für sie ist. Hundefreundliche
Menschen lernen die Welpen durch unsere Arbeit im Hundesportverein auch
reichlich kennen, denn dorthin dürfen sie ab der 4. Woche auch immer
wieder mitkommen.
Wir denken, dass so ideale Bedingungen nicht bei jedem
neuen Welpenbesitzer gegeben sind und stellen uns gerne und selbstverständlich
der Verantwortung, die Welpen altersgerecht bis zu einem Alter von 12 Wochen
zu fördern.
Deshalb geben wir bestens mit Selbstbewusstsein und
Fröhlichkeit ausgestattete Welpen mit 12 Wochen ab.
- Was hat es mit der Krämpfigkeit
der Border Terrier auf sich?
Diese Frage möchten wir auch nicht
unbeantwortet lassen und unsere Erkenntnisse (Stand 02/2010) beschreiben:
Es
gibt keine genaue Diagnose für die epilepsieartigen Krämpfe (CECS).
Deshalb gibt es leider auch keine genaue Statistik darüber.
Diese
Krämpfe treten nicht nur spezifisch bei Border Terriern auf.
In
der Tat gab es vor einigen Jahren, weit vor unserer Zeit als Züchter,
in wenigen Zwingern große Probleme mit CECS. Derzeit kann man von
Vererblichkeit ausgehen. Die Züchter haben daraus gelernt, verdächtige
Hunde wurden aus der Zucht genommen. Nach unseren Recherchen ist die Anzahl
der erkrankten Hunde bei den Bordern rückläufig.
Wir haben
ein sehr wachsames Auge auf die Ahnentafeln. Sobald uns ein erkrankter Hund
bekannt wird, was erfreulicherweise trotz zahlreicher Kontakte zu Border
Terrier Besitzern nicht allzu häufig vorkommt, erfragen wir die Vorfahren.
Aus diesen Informationen ziehen wir sehr wichtige Schlüsse zur Wahl
der für uns in Frage kommenden Deckrüden.
Leider wird vom
VDH sowie KfT hier noch nichts geregelt, da die Diagnosemöglichkeit
noch nicht gegeben ist. Eine Diagnose findet derzeit lediglich im Ausschlußverfahren
statt.
Deshalb ist hier das Verantwortungbewußtsein des Züchters
mehr denn je gefragt.
Aus rechtlichen Gründen weisen wir darauf
hin, daß diese Informationen keinen Anspruch auf Vollständigkeit
und Korrektheit erheben.