Über den Border Terrier

Kein Border Terrier-Besitzer wird widersprechen, wenn wir sagen: Border Terrier sind äußerst sensibel.
Genau so ist er allerdings, je nach Veranlagung!, auch sehr mutig- man kann es auch (jagdlichen) Schneid nennen.
Er ist ein Terrier, typisch in dem Sinne, daß er sehr intelligent und eigenständig ist.

Border Terrier können manchmal gute Schwimmpartner sein.
Hier in der Ostsee auf Fehmarn.

 

Eigenständigkeit bedeutet auch: Wenn ihm langweilig wird, sucht er sich Beschäftigung. Er wird sie auch finden.Vielleicht nicht da, wo sein Mensch es vermutet, aber das ist ihm egal.
Wer von ihm blinden Gehorsam erwartet, wird einfach enttäuscht. Dennoch ist er, in Begleitung seines (fachkundigen) Menschen, äußerst gehorsam. Wenn er wieder alleine ist, macht er, was er für richtig hält. Er wird also den Eßtisch untersuchen und es sich auf dem Sofa bequem machen, wenn er die Möglichkeit dazu hat. Findige Besitzer stellen hiergegen umgedrehte, gespannte Mausefallen auf. Dieses laute Geräusch ist für ihn so schlimm, daß es tatsächlich wirken kann.
Das ist nicht unsere Methode, vielleicht sind wir ja doch "Weicheier".

... spielen gerne den Clown!


Wenn man Katzen liebt, ist man auch vom Border Terrier nicht enttäuscht. Sind seine Grundbedürfnisse befriedigt, merkt man ihn kaum mehr.

Kommen wir zu den Grundbedürfnissen: Auslastung und Harmonie- mehr nicht.

So machts Spaß...

Deshalb unser dringender Rat: Isolieren Sie ihren Hund, ganz besonders Ihren Border Terrier, nicht. Der Kontakt zu anderen, gut sozialisierten Hunden, ist entscheidend für die Lebensfreude.


Wir sind mit unseren Hunden im Agility unterwegs: Das bedeutet in der Regel ein- bis zweimal wöchentliches Training auf dem Hundeplatz. Gefolgt von Turnieren, Frühjahr bis Herbst etwa ein- bis zweimal im Monat. Unsere Hunde absolvieren alle die Begleithundeprüfung als Einstiegsprüfung. Sie benötigen nur wenige Monate zur Vorbereitung.
Wöchentliche Ausritte in die Landschaft sind das Highlight: Alle Hunde dürfen frei! mitlaufen und wissen sich zu benehmen. Keiner geht jagen. Keiner läßt sich von angeleinten, äußerst "kontaktfreudigen" Hunden provozieren, auch nicht, wenn nur noch ein Meter Zwischenraum möglich ist. Das ist keine Zauberei, wenn der Hundeführer gelernt hat, zu führen.

 

Wenn das Vertrauen zum Menschen groß genug ist, klappts auch in solchen Situationen mit dem Gehorsam: Allein in fremder Umgebung, brav warten, bis das Foto gemacht ist- und das im zarten Alter von knapp einem Jahr!


Je besser der Hund unter Kontrolle ist, desto mehr Freiheiten kann man ihm einräumen!

Liebe Hundehalter und die, die es noch werden wollen, vergesst das bitte nicht. Lasst euch auch nicht entmutigen, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Wer aber die Hände in den Schoß legt und über seinen nicht kommen wollenden Hund sagt: "Er ist einfach so", der tut seinem Border einfach nur weh, denn die Konsequenz, Leinenzwang, läßt keine artgerechte Haltung mehr zu.
Denn der Entzug von Freiraum ist ein Entzug von Lebensqualität.

Border Terrier sonnen sich auch mal gerne.


Es gibt nur wenige gute Hundeschulen, aber es gibt sie! Wir sind gerne behilflich bei der Auswahl.
 

Border Terrier sind nicht gern alleine, sie suchen immer Anschluß- und finden ihn auch sehr schnell. Warum?

Sie wurden für die Jagd mit den sehr großen Foxhounds gezüchtet. Wer sich hier nicht sofort unterordnet, hat "keine guten Karten". Wer nicht mitmacht, dem entgeht sehr viel Spaß. Dem rassetypischen Border Terrier macht es überhaupt nichts aus, nicht Chef sein zu können. Allerdings läßt er sich nach Möglichkeit auch nicht die "Butter vom Brot" nehmen, denn wie oben erwähnt: Border Terrier sind schlau.

Hier lässt sich Swantje von ihren Freunden"durchkauen", das ist für sie ein "Liebesbeweis".


Nicht unerwähnt soll bleiben, daß er bei entsprechender Prägung als Welpe sehr schmusebedürftig ist. Er sucht die Nähe zu seinen Menschen, sobald Ruhe eingekehrt ist. Man kann mit ihm "tagelang" auf dem Sofa liegen- so lange das die Ausnahme ist. Er wird so schnell nicht quengelig.

Border Terrier gehen dann gerne ins Wasser, wenn sie von klein auf daran gewöhnt wurden und/oder wenn sie Spielkameraden haben, die ihnen das vormachen. Unser Tipp: Lassen sie ihrem Hund Zeit, bis er ganz von alleine, oder um ein Stöckchen zu holen, schwimmen geht.
Versuche, ihn als Mensch einfach ins Wasser mitzunehmen, führen in der Regel nicht zu einem schwimmbegeisterten Hund.

 
Seiner Intelligenz ist es zu verdanken, daß er sehr leicht erziehbar ist. Immer vorausgesetzt, der Mensch vergißt nicht, daß er einfach nur einen Hund vor sich hat. Hunde sind anders....Menschen auch.

sportlich :-)

(Wir vertreiben uns die Wartezeit auf einer Ausstellung)


Läßt der Mensch sich auf das Erlebnis Hund voll und ganz ein, wird er einfach nur belohnt von seinem Border Terrier.

ohne Kommentar...

 

 
Der Border Terrier ist sehr kinderlieb. Die Verantwortung, daß die Kinder ihn dennoch nicht überfordern, liegt jedoch einzig und allein bei seinem Menschen!

Es stimmt schon ,wenn manche sagen, der Border Terrier sei ein Sensibelchen. Sie können sogar, je nach Veranlagung und Prägung, absolute "Weicheier" sein. Andererseits sind sie auch mutig, und vor allem sehr klug. Wenn etwas auf geradem Weg zu riskant erscheint hat der Border keine Probleme, ganz selbstständig eine alternative Lösung zu finden- wenn es ihm wichtig ist.

 

Alpha hat etwas ganz Neues entdeckt, auch wir Menschen wußten mit dieser Kombination aus Puppe und ausgestopftem "Waldtier" (dahinter) erst mal nichts anzufangen. Den Geruch des ausgestopften Tieres ordnete sie offensichtlich der Puppe zu, was zu großer Verunsicherung führte.